Im herbst 1935 erschien ein, ungelesen würde ich sagen harmloses, büchlein von anton weißenbacher aus ravensburg mit 30 lateinischen klassenarbeitstexten aus sueton und tacitus. Schon wenige wochen später hatte es den argwohn des sachleiters „alte sprachen“ beim nat.soz. lehrerbund erregt, der seine verbreitung untersagte! Dies empfindet der autor als bitteres unrecht, wie er in 1 mir vorliegenden brief an Hermann_Weller beklagt. Leider hat das stadtarchiv ravensburg nicht mal für 35€ an diesem kuriosen zensurvorgang interesse. Weller, der als moderner horaz galt, hat 1 geistreiche satire über das unvölkische Y geschrieben, das nicht aus der buchstabengemeinschaft ausgestoßen werden will. link 
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eines damals 10-jährigen mädchens. für den verstorbenen vorbesitzer war 1 seite freigelassen. er hat sich aber nie eingetragen. nun bekommt das inzw. weit über 50jährige kind das album von seiner mutter zurückgeschenkt.
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in 1 mir vorliegendes hecksemplar der von ihm herausgegebenen schulausgabe des hl. augustinus schrieb "überreicht vom Verf"(asser). "Hrsg." wär korrheckt. da lob ich mir, dass kardinal walter kasper in 1 mir ebenfalls vorliegende BIBEL neben sein autogramm nicht denselben widmungstheckst geschrieben hat
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in dem seine frau ihren unilehrer kritisiert, der auch meiner war: man solle ihn auf den mond schießen. ich fand ihn, für 1 typischen altphilologen (korrheckt grau gekeidet, spießig, unverheiratet - hätte auch mit 60 noch bei seiner mutter leben können), recht nett. ich hab allerdings bei ihm auch kein hecksamen gemacht
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1 meiner kunden hieß grimminger. immer wenn er sich telefonisch meldete mit "grimmi-", erschrak ich und ergänzte still "-nalpolizei". war dann aber beruhigt, wenn er fortfuhr "-nger" und mir nur mal wieder seine bücher bringen wollte. jetzt bekam ich aus 1 lehrernachlass das klassenarbeitsheft englisch seines sohnes herein.
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Aus 1 nachlass erwarb ich zunächst 1 album mit fotos eines mir sehr unsympathischen kindes aus den 50er jahren. Dann bekam ich die gut 10–20 000 bücher des etwa 60 jahre später verstorbenen. Schon als bub war er begabt und vielseitig interessiert und ging auf 1 humanistisches gymnasium. dort schrieb er auf latein in seine bücher: "me iure possidet" (d.h. besitzt mich zu recht!). er schloss mit prädikatsabitur ab. Anschl. studierte der jg mann griechisch, latein und germanistik. Mich wundert, dass er nicht zu ende promoviert hat. als er mit seiner doktorarbeit anfing, klaute er etwa den halben bestand aus der präsenzbibliothek seines seminars, in seiner schule, wo er zwischenzeitlich als lehrer tätig war, ließ er einschlägige bücher angeblich für die schulbibliothek auf staatskosten anschaffen, nahm sie dann aber nach hause mit und gab sie nie zurück. eine freundin, die ihren doktortitel erwarb, verspottete er öfter, wohl aus neid. Mit 1 seiner lehrer, der allg. verehrt wurde, stand er auf vertrautem fuß: der alte widmete dem jungen mehrere seiner bücher und ließ ihn als hiwi arbeiten. Diese vertrauensstellung nutzte der junge aus, um allein für sein dissertationsvorhaben zahlreiche bücher aus dem seminar zu entwenden. Das ist in mehrerer hinsicht ekelhaft: 1. für 1 humanisten 2. gegenüber dem arbeitgeber 3. gegenüber seiner eigenen sogenannten alma mater (der nährenden mutter, die sich hier 1 schlange am busen erzog) 4. gegenüber den kommilitonen, die jahrzehnte lang nicht auf diese bücher zurückgreifen können. 5. gegenüber der allgemeinheit, die die von ihm verursachten schäden ersetzen muss. Unter diesen voraussetzungen wurde er schließlich lehrer, vor allem für ETHIK! Es fehlt mir an phantasie für die vorstellung, mit welcher inneren einstellung er vor seinen klassen ethische fragen diskutieren konnte. Unter seinen büchern befanden sich zuletzt hunderte, die er geklaut hat: womöglich schon auf den schulen, die er selbst besucht hat, später aber sicher an seinem seminar bis hin zu der schule, wo er selbst tätig war. Die bibliotheksstempel schnitt er teilweise heraus oder vernichtete das titelblatt, das er durch 1 handgeschriebenes ersetzte, die rückenschilder riss er ab und überklebte den ganzen einband mit dc-fix. in seinen neuen büchern liegen oft noch die buchlaufzettel, die in der buchhandlung herausgenommen worden sein müssten. das spricht auch für diebstähle. Seine eigenen bücher markierte er konsheckuent mit seinem namen, und zwar nicht auf dem titelblatt, da man das ja herausreißen kann, wie er es tat, sondern auf der innenseite des einbands, so dass man diesen hätte zerstören müssen, um den eigentümer zu verbergen. zum teil hat er sogar die karteikarten aus den zettelkästen der seiner schulbibliothek entwendet, damit niemand das buch je vermissen würde. da kann man schon von "krimineller energie" sprechen. anstatt 1 artikel von wenigen seiten für einige groschen zu kopieren, hat er ihn brutal mit rasierklingen aus 1 zeitschrift entfernt. Ich hatte erst 1x eine so gelesene bibliothek und bewundere dieses interesse. Mein glück hätte vollkommen sein können, wenn ich nicht öfter laut hätte sagen müssen: "scheißkerl, drecksack". zumal er auch mein kunde war und sich auch bei mir illegal bedient haben könnte. eine auswahl aus seinen geklauten büchern: "Der Garten des Menschlichen", "Eine Diebskomödie", "Existiert Gott?", "Capri, die Geschichte eines Diebs", "Dyskolos" (=menschenfeind), "Life`s Little Ironies", "Das Böse - eine geschichtliche Realität?" und "Der Nachwuchs" ("ein Greuelroman aus dem kleinbürgerlichen Alltag, eine Abnormitätenschau ... können sie nicht anders, als selbst in der nichtigsten Errungenschaft eine Trophäe zu sehen." als erbaulicher abschluss möge 1 text dienen, den der lehrer an seine schüler/innen ausgab: "das höchste Gut besteht in einem Geist,... der seine Freude an der Tugend hat" (seneca)
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Erwarb gerade 1 brief von Neville_Alexander, dessen schwarze oma noch sklavin war, an seinen tübinger lehrer friedrich beißner, den seinerzeit weltweit führenden hölderlin-forscher. Der brief ist in fast perfhecktem, wenn auch leicht altertümlichen deutsch geschrieben (nur 1 kl. Fehler: „ins Urlaub“), das würden heutige dt. jugendliche kaum mehr fertigbringen. Alexander spricht von seinem „geliebten Tübingen“! der geplante urlaub hier fiel aus, der er mit nelson mandela 10 jahre in denselben knast ging link 
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ich hatte den gelehrten ein einziges mal in seinem wohnhaus getroffen, um ihn zu einem wissenschaftlichen thema zu befragen. als ich nun jahre später seine vielen bücher auszeichnete, kam mir aus einem ein zettel entgegen, auf den er eigenhändig notiert hatte "thomas heck 19 uhr 30"! damals erwarben 2 altphilologen und schüler von ihm bücher aus seinem bestand, die ich nun, nach bald 30 jahren, nach deren tod wieder erhalte. Wie lange ich diesen rummel als schiffschaukelbremser der hochkultur noch mitmachen darf, ist unsicher. link 
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1 dort wohnender mann wird bei 1 mediz. routineoperation an der milz verletzt und stirbt mit 35. seine frau gibt seinen schäferhund und seine tankstelle an ihre schwester ab. der hund tötet bei der tanke 1 kind. (ich las das damals in der zeitung). der vater des toten kindes bringt sich um.
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dem kunden A biete ich 1 glas wasser an, das er dankend annimmt. Nach längerer zeit spreche ich ihn darauf an, dass er ja noch gar nix getrunken habe. Das ändert sich bis zuletzt nicht. Ich komme schließlich darauf, dass A sehr viel bargeld dabeihatte und vermutlich angst vor k.o.-tropfen! Dann hätte ich an seiner stelle aber lieber ganz aufs wasser verzichtet. Dem kunden B biete ich kaffee an, was auch er dankend annimmt. Als herauskommt, dass ich selbst abgekochtes wasser verwende, verzichtet er als arzt mit hygienetick darauf. vorgestern kam er wieder. Ich hatte heckstra für ihn 1 flasche mineralwasser gekauft. Mein penibelst geputztes glas wollte er nicht benutzen. Dafür trank er aus der flasche, ca 10% des inhalts. Den rest gab ich ihm mit. Ich darf gar nicht an das verlorene pfand denken. Erfreulicher da der kollege C, der unter dem einfluss des von mir angebotenen und von ihm dankbar konsumierten alkohols manchmal recht kauflustig wird.
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in meiner klage gegen die Gemeinde St. Johann habe ich mir erlaubt, die adresse eines zeugen ("Holzweg") mit "(!)" zu markieren
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