Thomas Leon Heck

Aus dem nheckästchen geplaudert:

  Am 27.7. löse ich in reutlingen eine villa auf, mit vielen modernen designermöbeln. Als ich das inventarverzeichnis der einlieferer in die nebenstehende anzeige übertrug, standen da einige klangvolle namen. Aber die auftraggeberin monierte, dass kathi und paul die namen ihrer kinder seien. „Bett von paul“ ist halt zweideutig.

„Ist doch nur ein spiel“:

  ich habe gerade hereinbekommen ein buch mit kasperle-theaterstücken von 1921, 1 stück heißt KASPERL UND DER JUD: darin schuldet kasper dem juden 60 taler, kann aber nicht zahlen und schlägt den juden einfach tot. Blanker mord aus habsucht, unter dem applaus der kinder, die das „bloße spiel“ 1-2 jahrzehnte später extensiv wahr werden ließen. Was soll man nun im blick auf die killerspiele der heutigen kinder sagen?  

So vergeht der ruhm der welt:

  Wenn ein papst gekrönt wird, gehen vor ihm her messdiener und zünden baumwollflöckchen an mit den worten: sic transit gloria mundi. Ich habe ein schönes weltliches beispiel für die wahrheit dieses satzes: Der künstler walter gutbrod, dessen nachlass ich verwalte, ist schüler des stuttgarter akademieprofessors alexander eckener. Dessen bruder hugo eckener, der luftschiffbauer, war nach einer zeitungsumfrage in den dreißiger jahren der bekannteste mensch der welt. Heute sagt sein name... mehr⇢

Typisch (2):

  Gerade rief ein kunde an, der angeblich ein buch sucht. Tatsächlich dürfte er das buch selbst haben und war nur am preis interessiert, was ich daran merkte, dass er auf meine nennung von 20€ sagte: „mehr nicht?“. SO reagiert NIEMAND, der ein buch kaufen will. Noch deutlicher ist es, wenn leute mit enttäuschtem tonfall dann sagen: „sooo wenig?“ Aber aus angst, belogen zu werden, wenn sie ihre schätze anbieten, lügen sie selbst prophylaktisch. Ich hasse es.

SISYPHOS

  Ein gleichaltriger kollege gibt sein antiquariat auf, um sich noch einige träume zu verwirklichen, dies auch angesichts einer todkranken ehemaligen klassenkameradin. Ich übernehme seine bücher gern, obwohl ich im selben alter wie er bin und genauso denken könnte, sage ihm aber, dass ich nicht die realisierung von träumen verfolge und dass ich derzeit keinen weiteren sinn im leben sehe als auch zukünftig myriaden von büchern anzunehmen, auszuzeichnen, einzusortieren und vielleicht... mehr⇢

Meine unglaublichen Verbindungen zu dem Maler Walter Gutbrod, dessen Ausstellung in Ludwigsburg ich morgen eröffne:

  Dass man dieselben Lehrer hat wie der eigene Vater ist relativ selten. Aber am Mörike-Gymnasium Ludwigsburg war mein Vater Schüler von Walter Gutbrod und zwei bis drei Jahrzehnte später ich ebenfalls. (Dazwischen unterrichtete Gutbrod dort ziemlich sicher auch den späteren Bundespräsidenten Köhler.) Später zog meine Familie um 1969 in das Haus Königsallee 76-78, in dem sonst nur noch Walter Gutbrod wohnte! Schon mein Vater besaß ein Gemälde von Gutbrod. Vor etwa zwei Jahren... mehr⇢

Wahrer dialog:

  Tel.: düdeldü. Ich: "Heck" Männl. Stimme mit älbler akzent ohne namensnennung oder gruß, also medias in res: „Sie, sind Sie dr aktionär?“ Ich gequält (ich weiß, dass er auktionator meint): „ja.“ Er „Sie, i hau do en dreschflegel“. Ich gequält: „nein, danke, daran hab ich kein interesse.“ Er aufbrausend: „ha worum? Sie hen doch in Reutlinge au a museum!“

schwabengeiz:

bei mir war mal ein stammkunde. geschätztes vermögen: 40 mio. dm (damals). als er gerade gehen wollte, fing er an, auf die wasserpreise zu schimpfen: "wenn meine 11 enkel kommen und einer muss aufs klo, schick ich alle zehn anderen hinterher, damit man nur 1x spülen muss". was ich für einen schottischen wanderwitz gehalten hätte, war sein voller ernst, den ich mit eigenen ohren gehört habe.

Alte eigenschaften von mir:

  Ein facebook-freund outete sich heute als schüler von mir, dem ich vor ca 40 jahren nachhilfe gab. Damals habe er schon feldjägerqualitäten und solche von kettenhunden an mir bemerkt. Und selbst durch mein theologiestudium hätte ich diese nicht verloren.  Nicht gerade schmeichelhaft, aber interessant.

Herumgekommen:

  Gerade bekam ich ein buch herein aus der bibliothek von kurt aigner, der in meiner heimatstadt ludwigsburg die größte buchhandlung besaß. Er war einer der bedeutendsten sammler der stadt, bes. von ludwigsburger porzellan und ansichtsgrafik. Vor 50 jahren lernte mein jung verwitweter vater aigners jung verwitwete tochter kennen. Die tochter aigners wurde meine ziehmutter. Da sie aber etwa 10 jahre älter ist als mein vater und beide zudem nie heirateten (in den 60er jahren ein skandal),... mehr⇢

Mit offenem Visier
*NEU* im Laden
"Ansicht des Schlosses in Wörlitz (Bleistiftzeichnung) - Brief an Charlotte von Stein aus Wörlitz 14. Mai 1778 - Ansicht des Steines in Wörlitz (Feder- und Pinselzeichnung)" mit widmung von hans wahl, buch aus d. bibl. v. Hermann von der Osten, fridolin löffler "aus der jugendzeit", f.g. jünger "orient und okzident" aus d. bibl. v. link⇢ einblattdruck (auflage 60): "zeit vergeht - kopf besteht - glueck sich dreht" (unleserlich signiert),...
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