Thomas Leon Heck

das haus der deutschen kunst in münchen

Gerade feiert das haus der kunst in münchen sein 75. jubiläum. Kurios, dass es erst vor 13 jahren, 1999, sein 50. gefeiert hat! Das liegt daran, dass man 1999 anscheinend die 12 ns-jahre unter den teppich kehren wollte und die wiederaufnahme der ausstellungstätigkeit ab 1949 feierte, während man jetzt offenbar dankbar ist für die runde zahl auf veränderter berechnungsbasis.

Den jubiläumskatalog von 1999 habe übrigens ich verlegt, ebenso wie das register sämtlicher abbildungen bis 1999. der festakt in münchen war der einzige staatsempfang, zu dem ich je  geladen wurde. (ich bin auch nicht besonders scharf auf solche offiziellen termine.) Stoiber machte als kulturpolitiker bei dem ganzen keine besonders gute figur. Sein minister goppel  wollte damals an meiner frau vorbeigehen und sagte: „entschuldigen Sie bitte, gnädige frau“.

Hübsch fand ich, dass einige jahre später ein alternativ aussehender junger mann in meinem offenbar einschlägig wirkenden  tübinger antiquariat anlässlich von stoibers kanzlerkandidatur nach „STOPPT STOIBER-buttons“ fragte.

Und noch was nettes: als vor einigen jahren in kulturzeit ein film über das haus der kunst gezeigt wurde aufgrund der entdeckung eines archivs von ns-malern dort, stand auf der im film gezeigten registerkarte der name paul beuttner, der aus reutlingen stammte und der mein 1. künstler war, dessen kompletten nachlass ich hatte.

Bemerkenswert auch die veränderung des zeitgeists: was 1937 als „haus der deutschen kunst“ gegründet wurde, wird jetzt von einem afrikaner geleitet

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