Thomas Leon Heck

Am Montag war einer der schönsten tage meines verlegerdaseins:

Aus würzburg kamen 2 intellektuelle, um mit mir persönlich über meinen autor hans burkhardt zu reden, dem ich mein wertvollstes buch verdanke, den aphorismenband „vom selbstmord des selbstseins“. sie planen, eine homepage für ihn zu erstellen.

Von all meinen 5 berufen (versteigerer, verleger, kunsthändler, antiquitätenhändler, antiquar) ist der des verlegers sicher der angesehenste. Insofern verdanke ich dem beruf einiges, besonders unter pr-aspekten, von einem eintrag in kindlers literaturlexikon oder im who is who über eine fast ganzseitige rezension in le monde u.a. medienerfolge, aber auch wirtschaftliche gewinne (dies allerdings nur für die wenigsten meiner bücher). Doch inhaltliche wirkung auf leser zu haben, ist noch einmal etwas ganz anderes. So schrieb mir einer der würzburger: „Hab gerade die ‚verlorene Wirklichkeit’ beendet (Anm. von mir: ein anderes buch von burkhardt), und wieder mal sitz ich mit jener Mischung aus Verblüffung, Bewunderung, Betroffenheit und Glück davor, die mich bei HB ständig überkommt.“ Zu schade, dass ich nicht mehr leser erreiche mit meinen verlegerischen aktivitäten.

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