Thomas Leon Heck

Nesthäkchen

 
Die Nesthäkchen-kinderbücher sind für die vorkriegsgeneration etwa das, was hanni und nanni für die danach sind. Natürlich hab ich u.a. die folge „nesthäkchen fliegt aus dem nest“, die in tübingen spielt.
Kaum bekannt ist, dass die autorin Else Ury, 1877 in Berlin geboren, 1943 im KZ Auschwitz umgebracht wurde. Ihre biografie „nesthäkchen kommt ins kz“ gehört zu den traurigsten buchtiteln meines bestandes. Die diskrepanz zwischen großbürgerlich heiler welt und mörderischer realität ist kaum auszuhalten und erinnert mich an die jüdin alice haarburger, deren nachlass ich mehrfach hatte: sie malte vor allem stillleben, bes. mit kinderspielzeug, und wurde im kz riga ermordet.
Da denke ich an dürrenmatts erschütternden satz: „die welt ist ein gespentisches idyll“.

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11 sign. exlibris (bes. baltischer adel, erika von anrep, rudolf von freymann, gabriele klein, uhla "sum quod vorlabm", peter clapier de colongue, arnold von vietinghoff, Anna dumstrey, eugen (von?) bergmann, Ludenhof, m. von zur mühlen, alle von Grünewaldt
umfangreicher briefwhecksel von peter goes, sohn von albrecht goes, mit 1 mössingerin, brief v. Leo Winkelsberg aus zagreb, wohin er als jude emigriert war, buch aus der bibliothek v.
akten um 1928 von hans heidelberger (sigmaringen), 2oo fotos von/postkarten an den tüb. verleger alex. fischer und den buchhändler carl tränkle, die der familie riethmüller die zweitälteste buchhandlung deutschlands, osiander, verkauft haben, buch aus d. bibl. v. Felix Grafe, wohl