Thomas Leon Heck

aus milliardärshaushalt erhielt ich gerade sachen in zahlreichen tüten,

die meistens aus 1 bekannten feinkostladen und 2 delikatessmärkten stammen, 1 von 1 internationalen auktionshaus, 2 von renommierten buchhandlungen und 1 von 1 dusslinger antiquar, der sich geniert, hier seinen namen zu nennen. Man wird scheint’s nicht milliardär, wenn man diesen laden umgeht, oder hecksakter: es gibt offenbar keine intelligentere weise, sein geld vernünftig auszugeben als hier. Doch nicht nur die tüten erzählen mir geschichten, sondern auch die ware selbst: bücher über feine küche, edle gärten, reisen, nobelautos und kunst sprechen von den typischen freizeitaktivitäten der vorbesitzer, ebenso dekoartikel mit jagdmotiven. feine kristallgläser, 1 herend-porzellanskulptur, sterlingsilber-teakholz-untersetzer zeugen von mehr oder weniger geglückten geschenken in oberschichtskreisen. alles ist von überdurchschnittlichem niveau. unter den büchern ist 1, das 1 kommilitonin von mir verfasst hat. da sie mir stets so fern stand wie ich ihr, triumphierte ich lächelnd, bis ich unter den entsorgten sachen 2 bücher entdheckte, die ich dem reichen mann einst geschenkt hatte.

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NEU im Laden
Hügel, J. von, und G. F. Schmidt, Die Gestüte und Meiereien Seiner Majestät des Königs Wilhelm von Württemberg, Ebner & Seubert, Stgt. [1861], hübsche lederbände mit namen "von sternstein, bielefeld", andere mit namen "Hirschberg" = diese?
bibliophile miniaturbuchausgabe von Bettina Wegners Ballade "sind so kleine hände", "hans blumenberg - carl schmitt briefwechsel" mit widmung von nicole falkenhayner an michael nau, terrorismusforscher,
Rechts-Erkenntnisse der Gerichtshöfe des Königreichs Württemberg (Eine Beilage des Regierungsblatts) 1825-31, 1833-36, 1840-44, 1849, später separat straf-Erkenntnisse der Gerichtshöfe des Königreichs Württemberg 1850, 1852 -55, 1857, 1859, 1861, 1865-66, 1868, 1870-71 mit namentlicher nennung...