Thomas Leon Heck

Manchmal haut’s mich fast um: da kommt 1 harmloses buch herein

mit dem erbaulichen titel „Schaffen und Schauen, von deutscher Art und Arbeit“. Die handschriftliche widmung schon hat es in sich: sie stammt von der witwe eines autors dieses sammelbandes namens august v. reinhardt, der neben seiner militärischen führungsposition auch freimaurer war. Sein sohn war leiter der reichswehr und spielte bei der revolution von 1919 eine entscheidende rolle. Doch der empfänger des buchs hat es nun wirklich in sich: es ist der arzt dr hans august rascher, anthroposoph, vater des waldorfschülers Sigmund Rascher (1909-1945), eines deutschen KZ-Arztes und Massenmörders! https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Rascher

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11 sign. exlibris (bes. baltischer adel, erika von anrep, rudolf von freymann, gabriele klein, uhla "sum quod vorlabm", peter clapier de colongue, arnold von vietinghoff, Anna dumstrey, eugen (von?) bergmann, Ludenhof, m. von zur mühlen, alle von Grünewaldt
umfangreicher briefwhecksel von peter goes, sohn von albrecht goes, mit 1 mössingerin, brief v. Leo Winkelsberg aus zagreb, wohin er als jude emigriert war, buch aus der bibliothek v.
akten um 1928 von hans heidelberger (sigmaringen), 2oo fotos von/postkarten an den tüb. verleger alex. fischer und den buchhändler carl tränkle, die der familie riethmüller die zweitälteste buchhandlung deutschlands, osiander, verkauft haben, buch aus d. bibl. v. Felix Grafe, wohl