Thomas Leon Heck

anlässlich des films über die wannsee-konferenz hier nochmals meine beziehung dazu

1 kundin mit etwa 83 bringt bücher ihres vateres, den ich als naziautor kenne. daher frage ich sie routinemäßig, ob sie nicht geschriebenes von ihm habe. sie veranlasst ihren bruder, mir 1 schuhkarton voller briefe aus ihrer familie zu bringen, alle aus der nachkriegszeit. 90% sind familiären inhalts und für den markt uninteressant. aber die restlichen 10% haben es in sich und machen aus diesem karton 1 der wichtigsten entdheckungen meines lebens. u.a. befinden sich darin briefe eines der nur 15 teilnehmer an der wannsee-konferenz. in 1 davon fragt er u.a den vater meiner kundin, wie es ihr gehe, und begrüßt ihren beruflichen werdegang. ich habe mich sehr ernsthaft gefragt und tue es noch immer, ob ich das der kundin sagen soll, darf oder gar muss.
ich habe es bislang schweren herzens unterlassen. wozu soll ich der liebenswürdigen alten frau ihre letzten jahre womöglich sehr schwer machen, indem ich sie in 1 zusammenhang stelle, von dem sie offenbar gar nichts weiß?
https://www.zdf.de/filme/die-wannseekonferenz/die-wannseekonferenz-104.html

NEU im Laden
2 gemälde von j. schimmel: dekoratives früchtestilllleben + landschaft,
ca 1 000 ansichtskarten an Friedrich Aichinger, Jahrgang 1930 und später Fachschulrat in einer Stuttgarter Sehbehindertenschule sowie gründungsmitglied der christian-wagner-gesllschaft, plakette 1912 des juweliers klein, stuttgart, gegr. 1862
porträt einer lesenden biedermeier-dame, dat. 1880, sign. "m. Autenrieth" (wohl der mannheimer maler)