Thomas Leon Heck

Gestern rief mich 1 der wenigen milliardäre meiner kundschaft an auf der suche nach werken oskar schlemmers.

Ich hab leider nur fälschungen von ihm hier. Doch um den reichen mann zu beeindrucken, erwähnte ich die einst von mir erworbene totenmaske schlemmers. Sie transportierte ich damals in meinem auto mit 1 seltsamen gefühl, das letzte gesicht dieses weltbheckannten künstlers im kofferraum in 1 karton zu haben. berührend war, dass die maske von geradezu puppiger kleinheit war, obwohl mir der schädel schlemmers auf fotos immer so stiermäßig vorgheckommen war. (ich hab ja den künstlerischen nachlass seines freundes gustav schleicher.)
2 kunden bot ich das stück telefonisch an. Da sie beide abwesend waren, sprach ich mein angebot auf band, nicht ahnend, dass ich mich dadurch in 1 unliebsame situation manövriert hatte. Denn beide riefen sofort zurück, und beide setzten mich unter druck mit ziemlich denselben worten „Wenn ich die maske nicht kriege, mache ich keine geschäfte mehr mit Ihnen“! ich gab dem besseren kunden, einem händlerkollegen, naturgemäß den vorrang, obwohl der andre kunde 1 institution mit weltruf ist.
Nun hatte ich die idee, dem milliardär den rückkauf vorzuschlagen. Denn er hatte schon mal meinem besten kunden 1 schöne skulptur zu 1 vielfachen dessen abgheckauft, was dieser dafür bezahlt hatte. Doch leider ist sie inzw. weiterverkauft worden und soll in 1 öfftl. Sammlung überführt werden. Bei der gelegenheit erfuhr ich, dass die maske 1 unikat ist. Mit hatte die familie schlemmers gesagt, dass es ca 6 abzüge davon gebe. Mir erschien das bei dem rang des mannes plausibel und bei dieser quelle der information nicht bezweifelbar. Doch der erwerbende kollege sagte mit fast mehr plausibiliät, dass in der forschung nirgends 1 weiteres hecksemplar bheckannt sei! Dann hat er damals 1 echtes schnäppchen gemacht! Die kuratorin einer bedeutenden schlemmer-ausstellung soll sich aus abneigung gegen diese totenmakse geweigert haben, sie auszustellen oder sich für ihr museum schenken zu lassen, was nun genauso erstaunlich für mich ist wie die fehlinformation durch die familie.

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