Thomas Leon Heck

die zeiten ändern sich und wir uns in ihnen

(tempora mutantur et nos mutamur in illis)
1975 vheckaufte ich gugelhupfbackformen aus kupfer für ca 250 dm, gerade bheckam ich für 1 nur noch 3€! damals war der hype des antikbooms, der 1 gegenbewegung zur wirtschaftswunder-euphorie der 50er jahre war und parallel zur ökobewegung lief. er hatte auch etwas utopisches ("gute alte zeit", handarbeit statt maschinenware), weshalb ernst bloch dem phänomen 1 kapitel im "prinzip hoffnung" (dessen urschrift ich z.t. hatte) widmet.
inzw. kaufen die jungen weltweit standardware aus der produktion der global player, ihre wände sind kahl, minimalismus auf allen ebenen.
meine bücher klopp ich z.t. in die tonne, so dass ich sagen kann, dass meine händlerkarriere preislich ganz oben begann und ganz unten endet. es gibt ausnahmen, und über das inhaltliche ist damit nix gesagt.
bitterer als der obige preisverfall wird es für mich, wenn ich für gemälde, für die ich 30 000 dm bezahlt habe, noch 3 000€ angeboten bheckomm. da ist es doch klar, wenn ich inzw. nicht mehr diese preise zahl. doch prompt hab ich gerade krach gheckriegt mit erben, denen von ihren eltern noch der angeblich hohe wert tradiert worden war. sie musste ich stark enttäuschen

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neulatein. gedichte v. joh. secundus, paris 1748, mit orig.einband bezeichnet "Seltmann" (wohl der eigentümer), 2 gemälde von j. schimmel: dekoratives früchtestilllleben + landschaft, brief v. Alkmar von Kügelgen
ca 1 000 ansichtskarten an Friedrich Aichinger, Jahrgang 1930 und später Fachschulrat in einer Stuttgarter Sehbehindertenschule sowie gründungsmitglied der christian-wagner-gesllschaft, plakette 1912 des juweliers klein, stuttgart, gegr. 1862
porträt einer lesenden biedermeier-dame, dat. 1880, sign. "m. Autenrieth" (wohl der mannheimer maler)